„Zivilcourage gegen den Terror“

Vortrag des Herrn von Hofacker am 24.10.2019

In einem beeindruckenden Vortrag schilderte uns Alfred von Hofacker, der Sohn des Wi-derstandskämpfers Caesar von Hofacker, wie er aus seiner kindlichen Perspektive die Fol-gen des Attentats vom 20. Juli 1944 und die letzten Kriegstage erlebt hat. Besonders be-rührt hat uns seine Offenheit bezüglich der anfänglichen Begeisterung seines Vaters für den Nationalsozialismus. Aus den Prozessakten geht jedoch auch hervor, dass dieser eine der treibenden Kräfte des geplanten Umsturzversuchs war. Die Frage nach der Widersprüch-lichkeit Caesar von Hofackers in seiner Einstellung zum Nationalsozialismus beantwortet sein Sohn mit einem klaren „Nein“. Er charakterisiert seinen Vater vielmehr als Intellektu-ellen, der schließlich erkannt hat, dass sich das deutsche Volk auf einem Irrweg befand, und es als seine Pflicht ansah, dem entgegenzuwirken. Daher schloss er sich trotz der geringen Erfolgschancen für ein Gelingen eines Attentats der Widerstandsgruppe um Stauffenberg an. Diese Bereitschaft, sich mit seiner ganzen Person gegen die Gräuel des NS-Regimes zu stellen, zeichnet Caesar von Hofacker als Widerstandskämpfer aus.

Quelle:
1) Mittelbayerische Zeitung,  Ausgabe vom Donnerstag, 29.10.2019, S. 31
2) angelehnt an Alfred von Hofacker: Caesar von Hofacker- ein Wegbereiter für und ein Wider-
    standskämpfer gegen Hitler, ein Widerspruch?  In: Stuttgarter Stauffenberg-Gedächtnisvorlesung
    2009, hrsg. vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Baden-Württemberg
    Stiftung gGbmH

Rebecca Müller/Nadine Maier/Madeleine Richter/Miriam Rohm_10 C, Barbara Richt
(Wahlfach Geschichte)


Gedenken an den 20. Juli 1944

Unsere Schule ist in Berlin dabei: