Aktionswoche im Februar 2022


Fairtrade

In der Alltagskompetenzwoche beschäftigten sich die 6. Klassen mit dem Thema Lebensmittelverschwendung und ihrer Wertschätzung. Den Teilbereich Fairtrade deckte Frau Plössl von... ab. Zunächst bekamen die Schülerinnen und Schüler einige theoretische Informationen über unterschiedliche Fairtrade-Siegel und – Produkte. Im zweiten Teil wurde aktiv in Gruppen gearbeitet. Der Workshop umfasste 5 Stationen, in denen die Schülerinnen und Schüler viel Interessantes über Bananen, Kaffee, Kakao, Fußball und Handys erfuhren. So mussten beispielsweise die Einzelteile eines Handys der jeweiligen Verwendung zugeordnet werden. Außerdem erfuhren die Kinder, warum es so wichtig ist, möglichst viele Produkte aus dem Fairen Handel zu kaufen.

Wir bedanken uns bei Frau Plössl für ihren Besuch und fühlen uns bestärkt darin, dass der Fairtrade-Gedanke an unserer Schule seit vielen Jahren eine bedeutende Rolle spielt.

Claudia Hoffmann


Prinzip des Edeka Dirnberger

Am Mittwoch, 16.02.22 besuchte uns Raphael Dirnberger, Geschäftsführer bei Edeka Dirnberger (Standorte Wenzenbach, Bernhardswald, Hauptbahnhof Regensburg und demnächst Obertraubling). Mit dabei waren auch Susanne Arndt, Assistentin der Geschäftsleitung sowie die beiden Azubis Leo und Max. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen konnten ihre vorher notierten Fragen stellen und wurden ausführlich über das Prinzip des Edeka Dirnberger informiert. Die Märkte bieten nicht nur zahlreiche regionale und faire Produkte, sondern auch eine eigene Bäckerei sowie Rösterei. Zudem wurde genau erläutert, was der Unterschied zwischen dem Mindesthaltbarkeitsdatum und dem Verbrauchsdatum ist und was Herr Dirnberger mit den Lebensmitteln macht, die er zwar nicht mehr regulär verkaufen möchte, welche aber zu gut für die Tonne sind. Oft handelt es sich um Obst oder Gemüse mit kleinen äußerlichen Makeln, die jedoch keine negativen Auswirkungen auf Qualität und Geschmack haben. Auch Produkte mit beschädigter Verpackung werden für das sogenannte Food-Sharing freigegeben und landen damit nicht unnötig im Müll.

Fazit: Der Besuch des „Dirnberger-Teams“ war für alle kurzweilig, lehrreich und äußerst interessant. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Claudia Hoffmann


Alltagskompetenz

Am 17. und 18. Februar 2022 war die Firma Horsch aus Schwandorf bei uns an der Schule zu Gast.

Im Rahmen unserer Aktionswoche „Alltagskompetenz“ erfuhren unsere Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe viele interessante Dinge zu unseren Lebensmitteln.

Auszubildende der Firma Horsch führten mit jeder Klasse einen abwechslungsreichen und sehr informativen Workshop durch, in dem erklärt wurde, woher unsere Grundnahrungsmittel ursprünglich kommen, wie sie angebaut, geerntet und verarbeitet werden, bis sie bei jedem von uns auf dem Tisch stehen.

Ein herzliches Dankeschön an die ganze Firma Horsch für diese tolle Zusammenarbeit!


Zivilcourage – „Nicht jemand – sondern ich muss etwas tun!"

In einer Gemeinschaft, in der sich alle wohl fühlen und sich vertrauen, kommt es automatisch zu weniger Gewalt und Mobbing.
Bei dem Gewaltpräventionsprojekt durchleben die Kinder jeder 7. Klassen während eines ganzen Vormittags ein Zivilcourage -Training. Außerdem gab es viel Zeit sich besser kennenzulernen und so manche Probleme in der Klassengemeinschaft gemeinsam zu lösen.
Dieses wurde dieses Jahr von der Jugendsozialarbeiterin Anna Nadolny, dem schuleigenen Schulpsychologen Alexander Lentner und dem Lehrer Vinzenz Lehner und von der Lehrerin Andrea Platzer durchgeführt.
Durch Rollenspiele, Diskussionen, Experimente und Fallbeispiele setzen sich die Jungen und Mädchen mit dem Thema auseinander und machen neue Erfahrungen. Zum Beispiel erleben sie in einer Gruppenübung, dass sie ihre eigene Meinung äußern können und diese von allen anderen akzeptiert wird. Beim „Punkte-Spiel“ erfahren die Schüler, wie es sich anfühlt ausgegrenzt zu werden und erkennen, dass die Täter häufig eigentlich schwach sind. Starke Kinder tolerieren die Meinung von ihren Mitschülern und spüren, wenn jemand einbezogen werden möchte.
Gruppendynamische Spiele bringen Bewegung in den Vormittag und bieten Gelegenheit auch die Klassengemeinschaft anders zu erfahren. Praktische Übungen aus dem Selbstverteidigungs-Training machen allen Jungen und Mädchen Spaß.
Lange diskutieren die Schüler mit Hilfe des „Gewaltbarometers“, was „Gewalt“ eigentlich ist. Ist Gewalt nur, wenn sich zwei Personen schlagen oder ist es auch Gewalt, wenn jemand einen anderen anspuckt? Wie muss man es nennen, wenn jemand von anderen ausgelacht wird? Was Gewalt ist, so erkennen die Jugendlichen selbst, entscheidet das Opfer in der jeweiligen Situation. Niemals jedoch darf dies der Täter entscheiden, denn für ihn war es häufig „einfach nur Spaß“.
Kommt jemand in eine Situation, in der er von Gewalt betroffen ist, muss man als Opfer oder Helfer ganz genau wissen, wie man sich verhalten muss. „Licht-Lärm-Leute“ sind Schlüsselbegriffe, die sich alle 7. Klässler schnell einprägen. Außerdem üben sie, wie potentielle Helfer direkt angesprochen werden müssen und Aufträge, wie „Rufen Sie die Polizei an!“ erteilt werden müssen. Ein Opfer ist von der Unterstützung der Helfer abhängig, weshalb wir genau besprechen, wie geholfen werden kann. Die oberste Regel ist dabei allerdings, sich selbst nie in Gefahr zu bringen.
Am Ende eines spannenden Tages äußern die Schüler/innen in der Feedbackrunde: Mir hat es super gefallen. Ich bin froh, dass die Schule so etwas anbietet. Jetzt weiß ich wie ich helfen kann, wenn jemand in Gefahr ist, ohne mich selbst zu gefährden. Mir ist jetzt klar wie sich ein Mobbingopfer fühlt und was wir als Klasse tun müssen, wenn jemand ausgeschlossen wird.

Andrea Platzer

„Der Zaunkönig“ - „Das fliegende Kästchen“ – „Holzfräulein“: Schönwerthgeschichten und -märchen frei erzählt von Erika Eichenseer

Am 14.02.2022 besuchte Frau Eichenseer die 5. Klassen, um Märchen zu erzählen. Gespannt und voller Hingabe lauschten die Schülerinnen und Schüler dem Märchen „Das fliegende Kästchen“, in dem ein verzogener Königssohn durch ehrliche Handwerksarbeit charakterlich reift und es sogar schafft, mit vollem Einsatz und allen Hindernissen die Stirn bietend die Liebe seines Lebens standesgemäß zu gewinnen.  „Im Rachen des Wassermannes“ fasziniert die Zuhörerschaft durch die unwiderstehliche Verlockung der wunderschönen Nixen, die alle jungen Männer in den Bann ziehen, aber letztendlich nicht für eheliches Zusammenleben geschaffen sind und sich in größter Not vor dem Volkszorn in den rettenden Rachen des Wassermannes zurückziehen. Die „Holzfräulein“ werden als mythische Gestalten aus vorchristlicher Zeit vorgestellt. Diese guten Wesen, nur ca. 30 cm groß, mit Umhängen aus Moos bekleidet, helfen und packen im Haus mit an, wo Not herrscht. Verfolgt werden diese von der „wilden Jagd“ und können sich nur auf einen Baumstumpf retten, in den Runenzeichen eingeritzt sind. Aus Dankbarkeit verschenken sie drei Spindeln, deren kostbarer Faden sich unendlich abwickeln lässt und ihrer Besitzerin sicheren Wohlstand bietet. Im Märchen „Der Wundervogel“ bekommen zwei Bettelbuben schicksalhaft durch eine Prophezeiung Zugang zu Reichtum und Macht und überwinden so vorgezeichnete Lebenswege. Wörter aus dem Oberpfälzer Dialekt wie „Scheckeln“ – ein altes Kinderspiel und „Dantes“ als Tand werden den wissbegierigen Kindern erklärt. Mit dem Auftrag an jede Schülerin und jeden Schüler, am Nachmittag eines der Märchen zuhause zu erzählen, und der Einladung an die Klassen zu einer Führung durch den Sinzinger Märchenpfad mit Frau Eichenseer beschloss sie mit einem großen Kompliment an die aufmerksame Zuhörerschaft ihren Märchenvortrag.

Barbara Richt

„Über die Berge und über das Meer“ – eine Flucht aus Afghanistan

Autorenlesung mit Dirk Reinhardt am 17.02.2022

Den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen stellte der bekannte Jugendbuchautor Dirk Reinhardt sein neues Jugendbuch vor. Die Thematik des Buches gewann angesichts der mittlerweile erfolgten Machtübernahme der Taliban in Afghanistan und deren Einfluss auf das Leben der Menschen und v.a. der Jugendlichen erschreckende Realität.

Die Handlung des Jugendromans beruht auf Tatsachen, die von D. Reinhardt in vielen Gesprächen mit Flüchtlingen über das Leben in Afghanistan und deren Flucht recherchiert hat. So wird von Soraya erzählt, die nach altem Stammesbrauch als Junge aufwachsen darf, um die Schande der Familie über ausschließlich weiblichen Nachwuchs zu mildern. Die Freiheiten wie der Schulbesuch und das ungezwungene Umherstreifen mit Freunden ihres Alters werden durch die erstarkenden Taliban brutal und abrupt unter Strafe gestellt und die vierzehnjährige Soraya darf sich nach alter Sitte als Mädchen im heiratsfähigen Alter nur im Haus aufhalten. Sie verfällt in zunehmende Depression und ihr verständnisvoller Vater ermöglicht ihr eine Flucht in die Türkei, in der Hoffnung auf eine selbstgestaltete Zukunft.

Die Lebensform der Nomaden in Afghanistan wird mit Tarek, Sorayas Freund, vorgestellt. Diese Hirten wandern mit ihren Schafherden durch das Land und treiben gelegentlich Handel in den Dörfern, an denen sie vorbeiziehen. Wegen der durch den Klimawandel zunehmenden Dürre ist diese Lebensform bedroht und Tareks Vater hat für seinen zweitgeborenen Sohn in väterlicher Autorität beschlossen, dass dieser sein Glück und seine Zukunft im fernen Deutschland suchen soll.  

Beide Jugendliche machen sich auf - über die Berge und über das Meer- und sind sich keineswegs sicher, ihr Ziel zu erreichen.

Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen nutzten anschließend die Gelegenheit, um den Autor zu fragen, wie eine neue Idee für ein Buch entsteht und vor allem, wie viel Zeit für die Recherche und das Schreiben zu veranschlagen ist. Herr Reinhardt erklärte ausführlich den Prozess von der ersten Idee über die Nachforschungen bis zum eigentlichen Schreiben, dem anschließenden Lektorat im Verlag und der Überarbeitung des Entwurfs, sodass nach ca. eineinhalb Jahren ein neues Werk auf dem Buchmarkt erscheint. Interessant war für die Jugendlichen auch, dass ein Beruf wie der des Schriftstellers, der mit Leidenschaft und Können ausgeübt wird und ein finanzielles Auskommen ermöglicht, sehr erfüllend sein kann und das Einkommen bei der Wahl des Berufes nicht die absolute Priorität hat.

Barbara Richt