Wer einen „Pakt mit dem Teufel“ eingeht, der hat im Augenblick zwar großen Erfolg, Reichtum und Glück, aber der Fall ins Bodenlose tritt unweigerlich ein – so erzählte es Herr Besenhard, ein zertifizierter Natur- und Landschaftsführer, den Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen, die sich mit ihm auf die Sagenwanderung auf den Schlossberg begaben. An verschiedenen Stationen im schattigen Wald wurde den Kindern eindrucksvoll und anschaulich die Geschichte von der „Wilden Jagd“, die in den Raunächten umherbraust und jeden, der sich ihr in den Weg stellt, mitreißt und der man sich nur entziehen kann, wenn man sich auf den Boden wirft, dargestellt.  

Die Sage von der (gestohlenen) O‘herrnsau, die ein Tagelöhner im Bett versteckt hielt, um die Gendarmen bei der Hausdurchsuchung zu täuschen, was aber die gerechte Bestrafung des Diebes trotzdem nicht aufhalten konnte, wurde geschildert. Auch die Bierpanscher von Stockenfels wurden vorgestellt. Jeder, der schlechtes Wasser zum Bierbrauen verwendet oder das Bier in betrügerischer Absicht verdünnt hatte, wurde im Kellerverlies der Burg eingeschlossen. Alle überführten Schankwirte waren dazu verdammt, jede Nacht Wasserkübel über eine Leiter bis zu den höchsten Zinnen hochzuschleppen, mit denen dann die umliegenden Weiher gefüllt wurden.

Die Feuermänner, die wegen Diebstahls keine Totenruhe fanden und als arme Seelen dazu verurteilt waren, Wanderern im Wald aufzulauern, spielten die Hauptrolle in einer weiteren Sage. Ein Feuermann, der einer verzweifelten Mutter, die beim Pilze sammeln ihre Tochter verloren hatte, half, diese wiederzufinden, konnte durch ihr „Vergelt’s Gott“ erlöst werden.

Alle Sagengestalten konnten von den Jungen und Mädchen am Sagenbrunnen in Regenstauf wiederentdeckt werden.

B. Richt / Fachschaft Deutsch

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