Max Ulrich Graf von Drechsel

Verbindungsoffizier im Widerstand vom 20. Juli 1944

  • Geboren am 3. Oktober 1911 auf Schloss Karlstein
  • Gymnasialzeit in Regensburg und Kloster Metten
  • 1930 Abitur am Studienseminar St. Stephan zu Augsburg
  • Jurastudium in München, Paris, Innsbruck und Erlangen
  • 1933 Rechtsreferendar am Amtsgericht in Regenstauf
  • 1934 Bewerbung um einen Offiziersposten
  • Militärdienst in Frankreich und Nordafrika
  • Verwundung bei Tobruk in Libyen am 22. November 1941
  • 1943 Lazarettaufenthalt und Kontakt mit dem Kreis um Claus Schenk Graf von Stauffenberg
  • Verhaftung nach dem Attentat vom 20. Juli 1944
  • Verurteilung zum Tode am 4. September 1944
  • Benennung der Schule nach Max-Ulrich von Drechsel seit 14.11.2006

Attentat vom 20. Juli 1944

Das Attentat vom 20. Juli 1944 ist als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus in die Geschichte eingegangen. Als Voraussetzung für den geplanten Machtwechsel, auch unter dem Gesichtspunkt des „Eides auf den Führer“, wurde die Ermordung Hitlers angesehen. Die von Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei einer Besprechung im Führer­hauptquartier „Wolfsschanze“ zur Explosion gebrachte Sprengladung verletzte den Diktator jedoch nur leicht.
Dieser Fehlschlag, Lücken in der Vorbereitung und das Zögern beim Auslösen der „Operation Walküre“, des Plans zum Staatsstreich, ließen den Umsturzversuch scheitern. Die Beteiligten der Verschwörung stammten vor allem aus dem Adel, der Wehrmacht und der Verwaltung. Sie hatten vielfach Kontakte zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke.

Ein Beteiligter aus unserer Heimat am Umsturzversuch war Max Ulrich Graf von Drechsel aus Karlstein bei Regenstauf. Auch er wurde wegen seines Einsatzes für die Freiheit und gegen die mörderische Diktatur der Nationalsozialisten hingerichtet.

Die staatliche Realschule Regenstauf trägt in Erinnerung an ihn seinen Namen:

Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule

Zu unseren Erziehungszielen gehört seit Langem das Schülerengagement im sozialen Bereich wie JUNA (Jung unterstützt Alt), Lerntutoren, Buddys für die 5. Klassen, Streitschlichter, Busbegleiter, Gewaltprävention und vieles mehr. Zudem ist es der Schulgemeinschaft ein Anliegen, dass die Gesinnung unseres Namensgebers ein Vorbild für uns und unsere Schüler ist.

„Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ist eine Schülerinitiative, die von Lehrern unterstützt und begleitet wird. Eine beeindruckende Mehrheit unserer Schulgemeinschaft hat durch eine Unterschrift dieses Vorhaben auf den Weg gebracht. Unsere Schule will dadurch unser Bemühen deutlich machen, immer wieder aufs Neue entscheidende Werte für ein friedliches Miteinander im schulischen Alltag lebendig zu halten.