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Neuer EDV-Raum/Umräumaktionen (09/2008 - 03/2009)
In der ehemals alten Schulküche wird nach anstrengenden Baumaßnahmen nun wieder „(virtuell) neu aufgekocht“!
ein Bericht von U. Schmidt
Im Zeitraum von September 2008 bis März 2009 entstand der lang ersehnte, neue EDV-Raum mit 32 Schülerarbeitsplätzen. Die Schüler waren in der Bauphase natürlich live dabei: Nebenan im IT-Unterricht mussten sie immer wieder für kuriose und erschreckende Geräusche ein „offenes Ohr“ haben. Konnte ein Geräusch nicht eindeutig zugeordnet werden, so erkundigten sie sich nach den Arbeiten, die zu diesem Zeitpunkt ausgeführt wurden.
Manche Handwerker führten unfreiwillig einen Nebenjob als Hospitationslehrer aus bzw. wurden fälschlicherweise als solche identifiziert und durchaus auch akzeptiert. Gelegentlich erkannte der eine oder andere Schüler einen Fachmann aus der Nachbar- oder Verwandtschaft wieder („Servus Karre!“ oder „I kim spaida zu dir iwara!“).
Geradezu mystisch wurde es, als sich durch den angrenzenden Serverraum seltsamer, übel riechender Qualm breit machte. Es blieb nichts anderes übrig, als spontan in andere Räume auszuweichen, um uns mit theoretischen Themen zu beschäftigen. Die gewohnte Umgebung war erst Stunden später wieder betretbar: Die Tastaturen waren mit einer weißen Staub-und-irgendwas-Schicht bedeckt. Mit entsprechendem Optimismus fand sich aber auch eine positive Seite der ungewohnten Situation: Die Sechstklässler erkannten nun die Bedeutung des „blinden“ Tastschreibens, da die Tastaturbeschriftung nur noch bedingt lesbar war. Seltsamerweise fiel dies auch einem Neuntklässler auf. Manch heimlicher Adlersuchsystemschreiber konnte aber, nachdem wir eine Grundreinigung durchgeführt hatten, wieder aufatmen.
Während und nach der Fertigstellung der Räumlichkeiten fanden noch unterschiedliche Wartungs- und Montagearbeiten statt. Immer wieder durften die Schüler eine Art „Werkunterricht“ als willkommene Abwechslung zur sitzenden Schülertätigkeit genießen, bei dem sich auch begnadete Handwerkerinnen herauskristallisierten. Viele alte EDV-Geräte aus dem Keller und den anderen EDV-Räumen musterten wir aus. Manch’ Röhrenmonitor trat nach dem „OK“ von Herrn Erl eine aufregende Bus‑/Autoreise in heimatliche Gefilde an und fand sich schließlich in einem Kinderzimmer wieder. Im EDV-Raum 006 tauschten wir die letzten schweren und platzraubenden Röhrenmonitore durch gebrauchte Flachbildschirme aus.
Die Holz‑/Aluaufhängungen an den Tischen im Raum 007, in denen früher herkömmliche Rechner hingen, wurden nicht mehr genutzt, da die kleinen Thin-Clients auch auf dem Tisch ausreichend Platz haben. Deshalb montierten wir alle mit entsprechenden Werkzeugen ab, um das Wohl aller Kniegelenke zu gewährleisten und mehr Beinfreiheit zu gewinnen.
Dank der Spende eines Vaters verfügen wir seit kurzem über nagelneue, schmutz-unempfindliche Tastaturen. Diese steckten wir natürlich sofort im EDV-Raum 006 an. Und tatsächlich: „Die fehlgeschlagenen Befehle schlagen gar nicht mehr so fehl“, so die Feststellung eines Schülers. Sämtliche Tastenkombinationen im CAD-Programm funktionieren wieder und erzeugen glücklicherweise auch weniger Gefühlsausbrüche.
Die Bilder zeigen Schüler der Klasse 10 a beim Auspacken der Geräte und bei der Verkabelung. Auch Herr Erl packte mit an. Nochmals auch ein Dank an die Schüler der Klasse 7 a/8 a/8 c/8 d, die uns bei den Räumaktionen tatkräftig unterstützten und dabei konditionell an ihre Grenze stießen.


2012 |