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22.01.2016: Deutsch-Französischer Tag

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Am Freitag, den 22.01.2016 wurde anlässlich des diesjährigen Deutsch-Französischen Tages die Französin Fanny Haberl an die Max-Ulrich von Drechsel Realschule eingeladen. Die gebürtige Französin lebt seit mittlerweile vielen Jahren in Deutschland. „Kulturschock“ nannte sie schmunzelnd die alltäglichen Anfangsschwierigkeiten, über die sie immer wieder stolperte. Frau Haberl führte in ihrem Vortrag Ähnlichkeiten und Unterschiede von Deutschen und Franzosen auf.

 

So zeigte sie uns anhand einiger Beispiele viele verschiedene Verhaltensweisen und Anstandsformen, die sich bei Alltagssituationen ergeben können. Die Deutschen beispielsweise geben sich die Hand zur Begrüßung, wohingegen die Franzosen sich auf die Wange küssen. Auch die deutschen Essengewohnheiten waren anfangs verwirrend für Frau Haberl. Zum Frühstück Herzhaftes wie Wurst und Rührei? Nahezu unvorstellbar, da man doch in Frankreich ausschließlich Süßes frühstückt! Ein deutsches Mittagessen, das aus nur einem einzigen Gang besteht? Wie soll man da bloß satt werden? In Frankreich gibt es schließlich immer drei Gänge. Blankes Entsetzen machte sich bei Frau Haberl auch breit, als es in Deutschland plötzlich kalte Speisen zum Abendbrot gab. Das kennt der Franzose nicht, denn er isst abends immer eine warme Mahlzeit.


Des Weiteren zeigte sie uns die Unterschiede der Schulsysteme auf, was für uns natürlich besonders interessant war. Ob wir allerdings mit den französischen Schulkindern tauschen möchten, wissen wir nicht... Schließlich müssen die nachmittags viel länger in der Schule bleiben. Im späteren Berufsalltag gehen die Ansichten von Deutschen und Franzosen dann sehr weit auseinander. Nimmt es der Franzose mit der Pünktlichkeit oder mit der Vorbereitung auf ein Besprechungsthema nicht allzu genau, ist dies für den deutschen Perfektionisten einfach unvorstellbar...


„Vermutlich sind dies einige Gründe dafür, weshalb es immer noch Vorurteile auf beiden Seiten gibt“, meinte Fanny Haberl. Dies habe jedoch nichts mit den Menschen an sich zu tun, sondern mit der Tatsache, dass es sich um zwei völlig verschiedene Kulturen handle. Dahingehend können wir ihr nur zustimmen. Die Französisch-Schüler und -Schülerinnen bedanken uns ganz herzlich für den Besuch an unserer Schule.

(Rebecca Röhrl, 10f)