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Unser Namensgeber

Max Ulrich Graf von Drechsel - Mitglied des Widerstands vom 20. Juli 1944

Durch Veranstaltungen wie die Aktion "Sei ein Max", Vortrag des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer und viele soziale Aktivitäten, die uns auch den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" einbrachte, Ehrung von Schülern für besonderen sozialen Einsatz, stellen wir stets eine Verbindung zu unserem Namensgeber der Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule her.

 

Max Ulrich Graf von Drechsel wurde auf Schloss Karlstein bei Regenstauf am 3. Oktober 1911 geboren.

Seine schulische Ausbildung begann am Neuen Gymnasium in Regensburg, dann folgten zwei Jahre im Klosterseminar in Metten, wo sich der junge Graf einige „Sonderausflüge“ leistete. Nach dem Abschluss der Gymnasialzeit in St. Stephan zu Augsburg studierte Max Ulrich ab 1930 in München, Paris, Innsbruck und Erlangen Rechts- und Staatswissenschaften. Seine erste juristische Tätigkeit übte er als Referendar am Amtsgericht in Regenstauf aus.


Die immer gravierenderen Einschränkungen des unabhängigen Rechtswesens durch das Nazi-Regime führten dazu, dass Drechsel die juristische Laufbahn aufgab und sich um einen Offiziersposten bewarb, getrieben von der Hoffnung dort einem geringeren Gesinnungsdruck ausgesetzt zu sein.


Aus den Briefen, die Max Ulrich von Drechsel in den ersten Kriegsjahren an Eltern und Verwandte schrieb, lässt sich entnehmen, dass die christliche Achtung des Nächsten auch in diesen schrecklichen Zeiten ein stetes Anliegen war. Während eines Lazarettaufenthalts 1943 kam es zu Kontakten mit Mitgliedern des Kreises um Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Gedanken um eine gewaltsame Beendigung der Terrorherrschaft Hitlers verdichteten sich, was aus verschiedenen Briefen hervorgeht. Allerdings war kein Mitglied der Familie in das Vorhaben eingeweiht.

Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 stieß die Staatspolizei schnell auch auf Max Ulrich von Drechsel, der als Verbindungsoffizier des Münchner Wehrkreises VII fungiert hatte.

Am 4. September 1944 wurde Graf von Drechsel vom Volksgerichtshof wegen Hoch- und Landesverrat unter Ehrverlust zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde noch am selben Tag in der Strafanstalt Plötzensee vollstreckt.

Erst im März 1945 erhielten Drechsels Eltern den Abschiedsbrief ihres Sohns.