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Besuch der Landtagsabgeordneten Margit Wild

Anlässlich der siebzig  Jahre Feier der Bayerischen Verfassung besuchte am Freitag, den 03.02.2017 Frau Margit Wild, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Regensburger SPD, die Schüler und Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe.
Zu Beginn erzählte Frau Wild den Absolventen ihren beruflichen Werdegang, der mit einer Ausbildung zur Erzieherin begann, um dann anschließend von ihrer politischen Karriere zu berichten. So trat sie vor 30 Jahren der SPD bei, wurde 1990 in den Regensburger Stadtrat gewählt und ist nun seit 2008 Mitglied des Bayerischen Landtags. Zudem gehört sie dem Ausschuss für Bildung und Kultur an und setzt sich so u.a. für den Bereich Realschulen und insbesondere auch für die Inklusion ein.
Danach durften die Schüler Fragen stellen, die sie persönlich interessierten und dann von der Stadträtin beantwortet wurden. So fragte ein 10. Klässler, was sie selbst von der Legalisierung von Cannabis halte. Frau Wild sprach sich klar als Unterstützerin der Legalisierung aus, da es im medizinischen Sinne viele Vorteile brächte. Des Weiteren ist sie begeistert von Sigmar Gabriels Entscheidung, die Kanzlerkandidatur an Martin Schulz abzugeben, da letzterer eindeutig sympathischer auf die Wähler wirke und so die Umfragewerte steigen ließe. Dass sie wegen der Korruptionsaffäre von Bürgermeister Wolbergs sehr enttäuscht sei, merkte sie bei der nächsten Frage an, und auch dass sie es schlimm finden würde, dass der Fehler eines einzelnen Politikers auf alle bezogen werden könne. Danach wurde ein weiteres wichtiges Thema angesprochen. So beantwortete Frau Wild die Frage, ob ihr der wachsende Rechtspopulismus Sorgen bereitet, mit einem klaren "Ja". Denn die Ängste der Bevölkerung seien durch die vielen Terroranschläge groß, was von den Rechtspopulisten ausgenutzt werden würde.
Dass sich die Landtagsabgeordnete auch mit politischen Themen außerhalb Deutschlands auskennt, zeigte sie, als eine Schülerin sie nach Präsident Trump befragte. Hierbei nannte sie Donald Trump sofort einen „widerlichen Kotzbrocken“, da er sich über behinderte Soldaten lustig mache, eine abwertende Haltung gegenüber Frauen habe und gegen Immigranten hetze. Jedoch denkt sie auch, dass viele Pläne des Präsidenten nicht umsetzbar seien. Ein Schüler sorgte sich auch darum, dass Trumps Slogan „Make America Great Again“, mit dem er Amerika von anderen Ländern wirtschaftlich abschotten will, sich auch auf Deutschland auswirken könnte. Diese Sorge besänftigte Frau Wild, sie sei sich ziemlich sicher, dass in unserem Land genug Menschen ein „offenes Deutschland“ wählen würden. Als dann alle Fragen geklärt waren, verabschiedete sich Frau Margit Wild.
Zusammengefasst war dies eine sehr interessante Diskussion, die den 10. Klassen einen reellen Einblick in die Politik in- und außerhalb Deutschlands bot.


Alexandra Arbinger, Klasse 10 c