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Regenstauf, 11.10.11
Freiwilliger Besuch des Theaterstücks „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ am 08.11.11 um 19:30 Uhr im Regensburger Stadttheater (Probebühne am Bismarckplatz).
Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte der 9. und 10. Klassen,
am Dienstag, dem 08.11.11, besuchen Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen freiwillig gemeinsam mit einigen Deutschlehrkräften der Schule das Theaterstück „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach der Erzählung von Heinrich Böll, das in der Probebühne des Stadttheaters Regensburg am Bismarckplatz aufgeführt wird. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro. Die Eintrittskarte gilt drei Stunden vor Vorstellungsbeginn sowie den restlichen Abend als RVV-Ticket (Zone 3, also auch bis z. B. nach Regenstauf - auch für den Zug).
Bitte kreuzen Sie an, ob Ihr Sohn/Ihre Tochter die Aufführung besuchen will und ob er/sie nach der Aufführung abgeholt wird oder selbstständig den Nachhauseweg antreten darf. Für den Hinweg sind die Schüler selbst verantwortlich. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Besuch freiwillig ist und im Unterricht am nächsten Tag keine Rücksicht genommen wird. Hausaufgaben müssen gemacht, Stegreif- oder Schulaufgaben mitgeschrieben werden.
Mit freundlichen Grüßen
Die Deutschlehrkräfte
-----------------------------------------------Bitte abtrennen----------------------------------------------
Den Elternbrief zum Besuch des Theaterstücks „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ im Stadttheater Regensburg am 08.11.11 um 19:30 Uhr habe ich zur Kenntnis genommen. Mein Sohn/Meine Tochter möchte die Aufführung besuchen.
❏ Mein Sohn/Meine Tochter wartet gemeinsam mit einer Lehrkraft ab 21:15 Uhr an der Bushaltestelle Arnulfsplatz vor dem McDonald`s-Restaurant und wird dort abgeholt.
❏ Mein Sohn/Meine Tochter bekommt hiermit ausdrücklich die Erlaubnis, nach dem Theaterbesuch selbstständig ohne Begleitung einer Lehrkraft den Nachhauseweg anzutreten.
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Unterschrift eines Erziehungsberechtigten
Zum Stück (Quelle: Homepage Theater Regensburg)
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
Bühnenstück nach der Erzählung von Heinrich Böll (1917-1985)
Bearbeitet von Margarethe von Trotta (*1942)
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Inszenierung: Johannes Zametzer
Bühne: Peter Engel
Kostüme: Susanne Ellinghaus
Skandalös! Die couragierte und unbescholtene Hausangestellte Katharina Blum lernt am Vorabend der Weiberfastnacht den polizeilich gesuchten Ludwig Götten kennen und verliebt sich in ihn. Nach einer gemeinsamen Nacht hilft sie ihm, der Polizei zu entkommen und wird in der Folge das Opfer einer skrupellosen Schmutzkampagne einer auflagenstarken Boulevardzeitung. Sie gerät unter wachsenden psychischen Druck und setzt sich schließlich mit einem Akt der Gegengewalt zur Wehr, der ihre verlorene Ehre wiederherstellen soll.
Es geht um Psychoterror. Bölls 1974 erschienene Erzählung entstand im Kontext seiner Auseinandersetzung mit dem Terrorismus und thematisiert die verleumderische Hetze der Presse gegen „mutmaßliche Sympathisanten“. Der Text ist eine schonungslose Anklage gegen sensationslüsternen Journalismus, dem Schlagzeilen wichtiger sind als die Wahrheit, Verkaufszahlen wichtiger als das Schicksal von Menschen. Gleichzeitig kritisiert Böll die Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Medien. Mit bitterem Humor und sprühendem Witz verstrickt er die Menschen in ein Netz von Beziehungen und Abhängigkeiten und zeigt, wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann.
Literatur gegen den Zeitgeist wollte Böll mit seiner brisanten Erzählung schaffen, die 1975 in der Regie von Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff auch verfilmt wurde. Dass sein erfolgreichstes Werk bis heute eine erschreckende, zeitlose Aktualität bewahrt hat, zeigt dessen literarischen Rang. Denn die Macht der Medien ist ungebrochen, und menschenverachtende journalistische Praktiken und Meinungsmache durch Politiker zerstören auch heute noch häufig genug Leben.
2012 |