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Schullandheimaufenthalt der Klassen 6b und 6c

1. Tag - Montag, der 02.02.09

 

Endlich war der lang ersehnte Tag da: Wir fuhren ins Schullandheim nach Riedenburg. Nach einer einstündigen Busfahrt kamen wir dort an. Das Heim liegt auf einem kleinen Berg. Wir mussten zuerst mühevoll die Betten beziehen und anschließend packten wir die Koffer aus.

 

Zum Mittagessen gab es leckere Spagetti Bolognese und als Nachspeise dazu gewürfelte Birnen. Nach dem Essen konnten ein paar Kinder das Sportangebot nutzen. Um halb drei begann unser Wandertag. Wir gingen den Berg hinunter nach Riedenburg, wo wir die Stadt unsicher machten. Später mussten wir den Weg natürlich wieder mühsam zurückgehen und unseren Berg erklettern. Total fertig und erledigt "warfen" wir uns auf unsere Betten. Schließlich gab es dann Abendessen. Etwas später begann unser Spieleabend mit wirklich tollen Spielen für Jung und Alt!!! Mit Freude gingen wir alle dann schlafen.

 

Tanja Ebneth, Marie Graml

 

 

2. Tag - Dienstag, der 03.02.09

 

Nach einem sehr guten Frühstück startete unser Team- und Abenteuertag.

Frau Baumeister aus Cham hat mit uns den ganzen Tag gespielt: "Blinde Raupe", "Waldmusik", "Wurfmaschine" und noch vieles mehr. Wir hatten eine Menge Spaß dabei. Gegen Mittag legten wir eine Pause ein und um halb zwei ging es dann weiter bis 16 Uhr. Kurz vor Ende dieses Nachmittags bauten wir für unsere Lehrer Fr. Menyhart und Herrn Meindl einen Thron und krönten sie mit dem Zepter des Wissens.

 

Die 6b verbrachte den Tag mit Herrn Haubner bei Gemeinschaftsspielen, die das gegenseitige Vertrauen fördern sollten: Schüler mussten über Stöcke balancieren, die von den anderen Schülern gehalten wurden. Sogar Frau Bächer-Haas und Herr Schick wagten eine "Lauf" und wurden so von ihren Schülern auf Händen getragen. Am Ende waren wir ziemlich geschafft. Abends schrieben wir noch Briefe an Freunde und Verwandte.

 

Tanja Ebneth, Marie Graml

 

 

3. Tag - Mittwoch, der 04.02.09

 

Heute nachmittag waren wir im Weltenburger Kloster. Dort hat uns Bruder Michael alles über die Kirche erzählt. Er zeigte uns auch einen Film über das Kloster und wie Bier gebraut wird. Das war echt interessant. In der Früh haben wir gefilzt – also aus Schafwolle Filz hergestellt. Das Nassfilzen war irgendwie „eklig“; das Trockenfilzen war besser, aber jeder hat mindestens zwei Nadeln abgebrochen. Am Abend standen zur Auswahl: Ein Quiz, Kickern bzw. Tischtennisspielen oder Lesen. Bei dem Quiz bekam man am Schluß, wenn man alle Antworten wusste, einen Preis. Dann mussten wir schlafen gehen.

 

Florian Graml, Maximilian Schwank

 

 

4. Tag - Donnerstag, der 05.02.09

 

Am heutigen Vormittag fand ein ebenso interessanter wie auch lustiger Trommelworkshop statt. Herr Haubner zeigte uns verschiedenste Trommeln und erklärte, wie man auf ihnen spielt. Das Beste aber war, dass er uns lobte, weil wir so begabte Trommler waren. So vergingen drei coole Stunden. Dann war das letzte Mittagessen auch schon da. Um halb zwei gingen wir in das Riedenburger Kristallmuseum. Wir sahen den weltgrößten Bergkristall, der 7,8 Tonnen wiegt. Natürlich gab es dort noch viele andere, kleinere Edelsteine. Nach dem Museumsbesuch durften wir eine Stunde in der Fußgängerzone Riedenburgs umherziehen. Jeder kaufte viele Süßigkeiten für die letzte Nacht und die Heimfahrt am nächsten Tag. Danach gingen wir wieder über den steilen Hang zum Schullandheim zurück. Es war ziemlich anstrengend, aber wir schafften es. Dann hatten wir noch genügend Zeit, uns auf die Modenschau am Abend vorzubereiten...

 

Es war ein schöner und erlebnisreicher Schullandheimaufenthalt in Riedenburg!

 

Florian Graml, Maximilian Schwank

 

 

Das Schullandheim - aus Lehrersicht

Die Planung und Durchführung einer mehrtägigen Klassenfahrt ist für einen Lehrer eine besondere Herausforderung: im Vorfeld müssen Angebote geprüft, Termine abgestimmt, Informationen an die Eltern herausgegeben, Kosten kalkuliert und Vorauszahlungen geleistet werden und natürlich soll ein ansprechendes Programm zusammengestellt werden.

 

Als wir in der Vorbereitungsphase des Schullandheimaufenthalts verschiedene Broschüren durchblätterten, gefiel uns das  neue Konzept des Schullandheimwerks  Niederbayer/Oberpfalz besonders gut. Im Programm werden eine Vielzahl von Aktivitäten im sportlichen, künstlerischen und musischen Bereich angeboten, Erlebniswanderungen sowie Kurse zur Stärkung der Klassengemeinschaft und des Teamgeists. Diese Kurse werden von erfahrenen und besonders geschulten Leitern durchgeführt.

 

Für unsere Klassen buchten wir einen Team- und Abenteuertag, einen Trommelworkshop und einen Kurs im Filzen. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht, sondern sogar übertroffen. Ebenso begeistert waren wir von der räumlichen Ausstattung des Schullandheims in Riedenburg. Das Gebäude befindet sich in einem weitläufigen Waldgrundstück und ist vor einigen Jahren renoviert worden.

 

Als Pädagoge erkennt man sofort, dass sich hier jemand bei der Planung und  Auswahl der Einrichtung sowie des Organisationsablaufs viele Gedanken über die Bedürfnisse von Kindern und Klassen gemacht hat. Auch die sehr freundliche und zuvorkommende Behandlung durch die Leiterin des Schullandheims, Frau Berger, und ihres Teams trug dazu bei, dass wir uns rundum wohl fühlten, und uns ganz auf unser pädagogisches „Kerngeschäft“ konzentrieren konnten.

 

Wir können einen Aufenthalt im Schullandheim Riedenburg nur empfehlen!

 

Ach ja, über die Benutzung von Handies sollten wir uns vielleicht noch mehr Gedanken machen. Mittlerweile erscheint ein Handy in Schülerhand wie angewachsen, und das verfügbare Guthaben war bei den meisten Schülern schon vor Ende der Woche aufgebraucht. Erst im Trommelworkshop wurde vielen klar, dass man zum Trommeln wirklich zwei Hände braucht, und sie mussten sich schweren Herzens, wenn auch nur für kurze Zeit, von ihrem heiß geliebten Handy trennen.

 

Zustimmung und Zufriedenheit der Eltern und Begeisterung der Schüler über die Schullandheimaufenthalte zeigte sich auch in der diesjährigen Schullandheim- sammlung, die nach den Klassenfahrten stattfand. Von den 184 Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen nahmen 62 aktiv teil und sammelten die stolze Summe von 365 €. Wir bedanken uns im Namen des Schullandheimwerks recht herzlich bei Eltern und Schülern.

 

P. Bächer-Haas / U. Menyhart