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Busbegleiterausbildung

In den Schuljahren 2008/2009 und 2009/2010 wurden jeweils 20 Schulbusbegleiter ausgebildet.

Zunächst war daran gedacht, dass ausgebildete Schüler die Lehrkräfte bei ihrer Aufsicht an den Haltestellen der Busse unterstützen und entlasten sollten.

In einem zweiten Schritt konnten die Lehrkräfte durch die Schüler ersetzt werden.

Unterdessen sind in jeder Buslinie mindestens 2 bis 3 Busbegleiter eingesetzt, die den Kindern beim Ein- und Aussteigen helfen und während der Fahrt für Ordnung sorgen.

Die Busbegleiter sind auch Ansprechpartner für die Busfahrer und vermitteln zwischen Schülern und der Schulleitung.

Ein weiteres Ziel dieser Ausbildung war die schulartübergreifende Zusammenarbeit mit den Nachbarschulen. So findet ein Teil der Qualifikation gemeinsam mit den Schülerlotsen der Hauptschule und der Förderschule statt.

In einer achtstündigen Ausbildung lernen die Schüler der 8. und 9. Klasse wichtige Verkehrsregeln im Zusammenhang mit dem Schulbusverkehr und das ordnungsgemäße Verhalten beim Einsteigen, Aussteigen und während der Fahrt. Diese rechtlichen Unterweisungen finden unter der Obhut des Verkehrserziehers der Polizei satt.

Auch angemessene  Reaktionen in Konfliktsituationen und deeskalierendes Verhalten gehörte zum Ausbildungskanon und wird in 4 Unterrichtseinheiten trainiert.

In regelmäßigen Treffen können die Busbegleiter von aktuellen Problemfällen berichten und üben angemessenes Verhalten in schwierigen Situationen.

Die Schüler können in diesem sozialen Engagement Verantwortungsbewusstsein, Mut und Selbständigkeit erproben.

Es ist uns bewusst, dass gerade die Schulwegsbegleitung eine problematische Situation darstellt, die alle Schüler im höchsten Maße fordert.

Besonders das Gedränge beim Besteigen der Fahrzeuge und die Enge in den überfüllten Bussen stellen für Schüler einen manchmal kaum beherrschbaren Konflikt dar. Dennoch konnten wir im Einzelfall überraschend positive Erfahrungen sammeln und stellen fest, dass die Akzeptanz der Busbegleiter wächst. Unsere Erfahrungen der ersten zwei Jahre wird in die Modifikation der Busbegleiterausbildung mit einfließen.

 

 

Andrea Platzer